Das grundlegende Konzept

Ein tragendes Element der ThomasMesse ist die Musik. Meistens findet sich eine Ansinge-Gruppe, die den gemeinsamen Gesang unterstützend anleitet. Dies ist besonders für ungeübte Besucher des Gottesdienstes wichtig. Die musikalische Spannbreite umfasst ein weites Spektrum: es finden sich Kirchentagslieder wie Taizé-Gesänge, aber auch das „normale“ Lied aus dem Evangelischen Gesangbuch. Hier hat jede ThomasMesse ihr eigenes Gepräge. Inzwischen gibt es aus dem Finnischen übertragene neue Lieder, die eigens für die ThomasMesse geschrieben worden sind

Die Grundstruktur im Überblick:

Wir lassen uns in den Gottesdienst hineinnehmen

Einsingen (ca. 10 Minuten vor Beginn)

Einzug des Vorbereitungskreises

Begrüßung in freier Form

Gemeinsames Lied

„Garderobengebet“ (mehrere Mitarbeitende sprechen stellvertretend aus, was sie bewegt)

Stille

Gemeinsames Lied

 

Wir lassen uns die Gute Nachricht zusagen

Biblische Lesung

Gemeinsames Lied

Auslegung (oft als Dialogpredigt), 10-12 Minuten

Gemeinsames Lied oder Instrumentalstück

 

Wir bringen vor Gott, was uns bewegt

Offene Gebetszeit mit verschiedenen Stationen und Elementen (Seitenaltäre, Segnung und Salbung), 20 Minuten

 

Wir feiern Gottes Freundlichkeit mit Herzen Mund und Händen

Feier des Abendmahls: Einleitung

                                               Abendmahlsgebet

                                               Friedensgruß

                                               Einsetzungsworte

                                               Austeilung (am Hauptaltar sowie an den Seitenaltären)

 

Wir nehmen Gottes Zutrauen an

Sendung und Segen

Auszug des Vorbereitungskreises und der Gemeinde

Auf die Frage nach der Besonderheit der ThomasMesse antwortet einer der Initiatoren: „Wir haben uns in einer Gruppe von Menschen mit sehr verschiedenen Frömmigkeitstilen mit dem Gottesdienst beschäftigt. So wurde die ThomasMesse eine Feier, die von allen innerlich und äußerlich mitgetragen wird. Ich glaube, dieses Miteinander ist das Geheimnis der Messe.“ 

 

Die ThomasMesse beansprucht nicht, die neue Form des Gottesdienstes zu sein. Aber sie ist eine Form, die besonders Menschen erreicht, die sich sonst in Gottesdiensten nicht (mehr) zuhause fühlen; die zu den „treuen Kirchenfernen“ gehören, aber religiös ansprechbar geblieben sind und danach suchen, was Kirche auf dem „Marktplatz der Moderne“ anzubieten hat.

 

Literatur: Tilmann Haberer, Die ThomasMesse. Ein Gottesdienst für Ungläubige, Zweifler und andere gute Christen, München 2000, 144 S.

 

Adresse: Gemeindekolleg der VELKD, Berlinstraße 4-6, 29223 Celle; Tel.: 0 51 41 / 5 30 14, Fax: 0 51 41 / 53016, Email: gemeindekolleg.celle@t-online.de

 

 

Rolf Sturm

 

 

Thomasmesse Iserlohn
info@thomasmesse-iserlohn.de