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Dokumentation der
ThomasMesse, die am 20 Januar 2001 in der Obersten Stadtkirche in Iserlohn
zum Thema "Engel, gibt´s die?" stattgefunden hat: Ablauf der Thomasmesse Ankommen • Begrüßung an der Tür; • Einzug der Osterkerze und Entzünden der Lichter, dabei: Lied: Laudate omnes gentes (Taizé); • Begrüßung und Einstimmung in das Thema. Sich öffnen • Ablegen, was belastet und offen werden für Gott; Sprecherinnen laden ein - dazwischen und danach: Lied: Im Dunkel unserer Nacht (Taizé). Sehen und Hören • Stille Bildbetrachtung: Engelsbild aus "Jakobs Gesang" (Marc Chagall) als Dia gezeigt - dann dazu: • CD-Einspielung: 14 Engel, von Engelbert Humperdinck, aus der Märchenoper "Hänsel und Gretel"; • Befragung mit Funkmikro: "Was halten Sie von Engeln?"; • Musikalisches Zwischenspiel: Percussion mit Gongs; • Kerzenträger-Prozession mit Engelsspruch-Collage im Kirchraum; • Musikalisches Zwischenspiel: Percussion mit Gongs; • Meditation zum Abschluß: Brief an meinen Engel. Lied: Welcher Engel wird uns sagen (W.Willms / P.Janssens). Erfahren • Einführung in die "Offene Zeit"; • Offene Zeit; Lied: Meine Seele ist stille zu Gott (Taizé). Beten • Gebetszeit mit Aufnahme der Gebetszettel - Sprecherin für Eingang und Ausgang; zwei Sprecherinnen für Bitte / Dank - dazwischen: Lied: Herr, erbarme dich (P.Janssens) - nach dem Abschluß des Gebetes: Lied: Komm du Geist des Friedens. Schmecken • Einstimmung und Gebet. Lied: Heilig, heilig. • Einsetzungsworte; • "Geheimnis des Glaubens" - "Deinen Tod verkünden wir ..."; • Vaterunser; • Friedensgruß; Lied: Christe, du Lamm Gottes. • Austeilung an den runden Abendmahlsaltären; • Dankwort. Lied: Irisches Segenslied. Behütet werden • Mitteilungen und Sendungswort; • Aaronitischer Segen; Lied: Geh den Weg nicht allein (Übersetzt aus der finnische ThomasMesse). Erläuterungen zum Ablauf Ankommen: Die ThomasMesse begann mit dem Einzug der Osterkerze, die ihren Platz auf einem Ständer neben dem runden Altartisch in der Mitte des Chorraumes fand. Bei dem gesungenen Lied traten die Mitwirkenden heran, entzündeten Kerzen an der Osterkerze und brachten das Licht zu den BesucherInnen, für die auf der Bankablage ebenfalls Vigilkerzen bereitlagen. Die Einstimmung geschah im lockeren Dialog zweier Sprecher unter Einbeziehung einer Allensbach-Umfrage zum Thema sowie eines Lexikonsartikels über "Engel" Sich öffnen: Zwei Sprecherinnen legten ab, rückblickend auf das Alte Jahr, das "ich" loslassen muß und ausblickend auf das neu begonnen habende Jahr, das noch Großteils im Dunkeln liegt ... Sehen und Hören: Nach der einstimmenden Bildmeditation (Chagall, Bildausschnitt aus: Jakobs Gesang) und Audition (Engelbert Humperdinck, 14 Engel) waren die BesucherInnen eingeladen, eigene Gedanken zu äußern und bekamen auf ein Handzeichen hin das Funkmikro in die Bankreihen gereicht. Ca. zehn unterschiedliche Voten von der bewegenden Schutzengel-Erfahrung bis hin zur Kritik, "Christus" genüge doch, kamen zusammen. Die Kerzenträger, mit einem weißen Chorhemd bekleidet, nahmen ihrer Position an den Ende der Mittelgänge (längs zu zweit; quer als einzelne) ein, verkündeten zuerst nacheinander ihr frei übersetztes Bibelwort (Gen.16,7-13 gekürzt; 1.Kön. 19,5-6 gekürzt; Ps.91,11-12; Mt.18,10; Lk.15,10; Lk.24,32; Joh.1,51 als gemeinsames Schlußwort), wiederholten dann einige Leitworte ihres Satzes und begaben sich danach - alle gleichzeitig ihre Botschaft (2 x) sprechend in die Mitte, wo sie ein Kreuz mit ihrer dann eingenommen Standposition bildeten und eine gemeinsame Schlußbotschaft sprachen. Die abschließende Meditation verknüpfte auf persönliche Weise die Schutzengel-Erfahrung mit dem biblischen Botencharakter als erlebte Nähe Gottes, die uns verheißen ist. Erfahren: Die Offene Zeit, in die zunächst mit einem Überblick über die einzelnen Stationen eingeführt wurde, bot unterschiedliche Erfahrungsmöglichkeiten. Währenddessen erklang im Chorraum leises Gitarrenspiel. Nachfolgend findet sich ein Überblick über die Orte in der Offenen Zeit:
1)
Im Presbyterraum fand um ein
Bodenbild eine Lesung aus den Engels-
büchern von Anselm Grün ("50 Engel für das
Jahr" / "50 Engel für die
Seele"; "Jeder Mensch braucht einen Engel")
statt.
2)
Der Büchertisch hatte
diese und andere im thematischen Angebot.
3)
Engelsbilder waren an den Wänden zu
sehen (auf Din A3 vergrößert als
Farbkopien aus: Hans Dieter Hüsch, Marc
Chagall, Das kleine Weih-
nachtsbuch, Düsseldorf 19994. Hier
findet sich auch die Dia-Vorlage.
4)
In der Gesprächsecke an
vier geschmückten Stehtischen konnten bei Tee
und Saft ein Austausch gepflegt und neue
Kontakte geknüpft werden.
5)
In der Gedächtniskapelle stand
die Klagemauer aus Ytonsteinen, mit
Weinranken und brennenden Kerzen aus
Quersteinen geschmückt. Ein
Stehtisch mit roten Gebetszetteln stand
bereit. Letztere wurden in die
Ritzen der Klagemauer eingeschoben.
6)
Der Engel-Dankaltar, mit
weißen Kieseln und weißen Glasmurmeln ver-
ziert, richtetete sich auf Engelposter der
action 365 an den Wänden aus.
7)
In der Taufkapelle stand ein
großer Stuhlkreis um ein Bodenbild. Hier konnten Bitt- und Dankgebete
auf weiße Zettel (für das öffentliche Gebet in der ThomasMesse) oder auf
grüne Zettel (zur Aufnahme in die Gebetsgruppe am Montag danach)
niedergeschrieben werden.
8)
Auf dem Stufen zum Chorraum
standen mit Sand gefüllte Tonschalen und Kerzen bereit, dazu ein
Text: "Gebet mit einer Kerze", dazwischen war eine Bodenbildgestaltung.
9)
Im Raum der Stille
(Sakristei) war an einer Wandseite ein Bodenbild gestaltet, darum waren die
Stühle im Halbkreis ausgerichtet.
10)
Links und rechts neben dem
Hauptaltar wurden die Besucherinnen gefragt, ob sie ein besonderes Anliegen
hätten (was dann aufgenommen werden konnte) und danach gesegnet
(Gebet und Zuspruch) und trinitarisch gesalbt. Die Salbenden
trugen kleine Salbtöpfchen mit einem Band um den Hals, in das ein in Salböl
ge-tränkter kleiner Schwamm eingelegt war. Segnung und Salbung geschieht
durch Einzelne bzw. Zweierpaare.
Liturgischer Ablauf der Segnung und Salbung:
Liturg: "Wünscht Du Dir ganz allgemein
den Segen Gottes oder hast Du ein besonderes Anliegen?"
BesucherIn: ...
Liturg: Freies Segensgebet - nach
innerem Hören frei formulierte Gotteszusage, einmündend in eine Segnungs-
und Salbungsformel, die die Salbung der Stirn und der beiden Handflächen
begleitet:
"Es segnet und salbt Dich Gott, der Vater,
der dich erschaffen hat (Salbung der Stirn), Gott, der Sohn, der Dich und
alle Menschen am Kreuz mit dem Vater versöhnt hat (Salbung der ersten
Handfläche) und Gott, der Heilige Geist, der uns in der Kraft der Liebe mit
Gott und untereinander verbindet (Salbung der zweiten Handfläche)." Es
folgt als Sendungsformel, bei der beide Hände gehalten werden: "Du
bist nicht allein. Gott ist mit Dir. Geh Deinen Weg in Frieden:"
11)
Thematische Texte waren auf vier
Stellwänden - auf Din A3-Blätter vergrößert - zu lesen und konnten
mitgenommen werden. Sie stammten von Ruth Schuhmann (Der Pfeil), Johann
Peter Hebel (Der Herr hat seinen Engel befohlen über dir - Psalm 91),
Heinrich Heine (Die Engel), Hans Sahl (Glauben Sie an Engel?) und mehrere
Texte von Uwe Seidel aus: Michael Blum / Uwe Seidel, Das kleine Engelbuch,
Düsseldorf 19984: Mein Schutzengel / Lichtwesen / Der strahlende
Engel / Du bist der Engel der Kleinen / Engel-Tage.
12)
Biblische Mutmach-Texte in
verschiedenen Übersetzungen (Gen.16,7-13 in Auszügen; Num.20,16; 1.Kön.
19,5-6 in Auszügen; Ps.34,8; Ps.91,11-12; Tob.5,22; Mt.18,10; Mt.26,52-53;
Lk.15,10; Lk.24,32; Joh.1,51; Hebr.13,2) lagen in einer mit Egli-Figuren
gestalteten Landschaft zum Mitnehmen bereit. Die Textzettel be-fanden sich
in Kartenhaltern (DinA 6) aus farbiger Wellpappe mit gegengeklebtem Dreieck
zum Einstecken. Die Offene Zeit dauerte ca. 20 Minuten und schloß ab mit einem Lied. Neben der zuvor beschriebenen Gestaltung der Orte in ihr ist abschließend noch besonders das Engelsmotiv in den Bodenbildern (siehe Lageplan: 1 / 7 / 8 / 9) hervorzuheben. Auf schwarzem Stoff waren die Konturen der Engel gestaltet durch weißen Gaze-Stoff , dazu wurden gelbe Haare und weiße Flügel aus Märchenwolle (aus der Waldorfpädagogik bekannt) drapiert. Weiße Glasmurmeln und weiße runde Kiesel rundeten das Bild ab neben dem Blumenschmuck aus weißen Azaleen, weißen Primeln und Alpenveilchen. Schmecken: Das Abendmahl wurde eingesetzt am Hauptaltar, die Austeilung erfolgte so, dass sich die BesucherInnen um die runden Altartische im Kreis versammelt hatten. Es gab zunächst in Stückchen geschnittenes Weißbrot. Dann wurde im Chorraum der Gemeinschaftskelch gereicht, an den anderen drei Altären im Kirchraum (s. Lageplan: A) Einzelkelche. An dem Altar links vorne im Kirchraum wurde - wie seit einiger Zeit erprobt - beim Reichen des Kelches von dem Austeilenden den BesucherInnen einzeln ein persönliches Segenswort zugesprochen. Behütet werden: Bei den Mitteilungen wurde darum gebeten, die Rückmeldebogen in den Mappen auszufüllen, da sie nach jeder ThomasMesse ausgewertet werden. Insgesamt haben im Januar 2001 ca. 140 BesucherInnen und ca. 30 (Mitarbeitende incl. Chor) an der ThomasMesse teilgenommen. Nähere Informationen über die Iserlohner ThomasMesse erfahren Sie bei: Andres Michael Kuhn, Bömbergring 108, 58636 Iserlohn, Telefon: 02371 / 24070, Fax 02371 / 154047, kuhn@thomasmesse-iserlohn.de. Andres Michael Kuhn | |||||||||||||||||||||||||||||
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